Typische Zutaten für einen Detox-Smoothie: Grapefruit, Zitrone, Feldsalat, Ingwer, Chlorelle-Pulver
Gesunde Ernährung

Alles über Detox-Smoothies

Green makes clean und bitter ist besser! 

Detox heißt das Zauberwort. Wir wollen so gerne loslassen – die überflüssigen Pfunde, die Müdigkeit, die Stagnation. Wollen uns reinigen von zu viel minderwertiger Nahrung, zu viel Kaffee, zu viel Zucker und zu vielen tierischen Produkten. Zu viel von dem, was uns gut geschmeckt, aber nicht gut getan hat.  Jedes Jahr nach Weihnachten – und bis weit ins Frühjahr hinein – gibt es ein riesiges Angebot an Detox-Diäten und Kuren. Es gibt Pulver, Pillen und Tees, Saftfasten, Heilfasten, Wasserfasten … Und es gibt Detox-Smoothies.

Ihr großer Vorteil ist: Sie lassen sich leicht in den (Arbeits-)Alltag integrieren. Trotzdem entgiften sie wirkungsvoll – und absolut schonend – ohne dass uns Hunger oder fiese Entgiftungserscheinungen plagen.

Was macht einen Smoothie zum Detox-Smoothie? 

Im Prinzip ist jeder Grüne Smoothie ein Detox-Smoothie.

Die einzige Voraussetzung: Er sollte nach dem „Smoothie-Reinheitsgebot“ hergestellt sein und nur frisches Blattgrün, vollreifes Obst und gutes Wasser enthalten.

Denn das Chlorophyll der grünen Blätter ist nicht nur eine der lebensspendenden Substanzen auf unserem Planeten. Chlorophyll, das „grüne Blut“ der Pflanzen, ähnelt in seiner chemischen Zusammensetzung stark unserem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Wohl deshalb hilft es uns dabei, unser Blut zu reinigen und neue Blutzellen zu bilden.

Darüber hinaus gilt Chlorophyll als antikarzinogen, antibakteriell und antioxidativ. Es putzt schonend unseren Darm und trägt dazu bei, Schadstoffe wie Schwermetalle und Umweltgifte auszuleiten.

Ein Grüner Smoothie, der Chlorophyll aus Blattgrün enthält, hat also automatisch Detox-Eigenschaften. Umso mehr, je größer die Menge des Blattgrüns im Verhältnis zum Obst ist. Das ideale Verhältnis zwischen Blattgrün (= Detox-Kraft) und Früchten (= leckerer Geschmack) liegt bei 50:50.

Die Menge des zugefügten Wassers spielt für die Wirkung keine Rolle. Es ist Geschmackssache, ob du deinen Smoothie gerne dickflüssig mag – ihn vielleicht sogar am liebsten löffelst – oder ob du ihn lieber dünnflüssig wie einen Saft trinkt. Sicher ist jedenfalls: Wer regelmäßig Grüne Smoothies genießt, gönnt seinem Körper damit ein wirkungsvolles Daily Detox.

Bitterstoffe – die Geheimzutat in Detox-Smoothies

Die dominierende Geschmacksrichtung in unserer Welt ist süß. Das ist nicht ungewöhnlich, denn süß verspricht uns Zucker, Kalorien, Überleben. So bevorzugten schon unsere Vorfahren bei ihrer Nahrungssuche süßen Beeren und Früchte. Doch das Nahrungsangebot war damals äußerst karg und süße Früchte eine Seltenheit. Deshalb standen auch jede Menge Gräser, Blätter, Wurzeln und wilde Gemüse auf dem Speiseplan, die eines gemeinsam hatten: Sie schmeckten eher herb und bitter.

Heute dagegen können wir problemlos vom Frühstück bis zum Abendsnack Süßes genießen – oder Salziges – die zweitbeliebteste Geschmacksrichtung. „Bitter“ ist dagegen fast vollständig von unserem Geschmacksradar verschwunden.

Dabei sind Bitterstoffe für unsere Gesundheit unglaublich wertvoll: Sie bringen die Verdauungssäfte zum Fließen und damit den Stoffwechsel in Schwung.

Und das ist für einen guten Detox-Prozess, bei dem es ja um Reinigen und Entgiften geht, unverzichtbar.

Was stellen Bitterstoffe in unserem Körper an?

Sie lassen uns mehr Speichel, Magensäfte und Gallenflüssigkeit produzieren. Außerdem regen sie die Leber an, erhöhen die Produktion von Insulin und senken den Blutzuckerspiegel.

All das sorgt dafür, dass wir unsere Nahrung besser verwerten können und außerdem schneller satt werden. Wer also den Detox-Prozess intensivieren – und vielleicht sogar ein wenig abnehmen möchte – sollte unbedingt auf Bitter setzen.

Bitter wirkt basisch 

Bitterstoffe haben noch einen weiteren großen Vorteil: Sie tragen dazu bei, unseren Organismus zu entsäuern.

Unsere moderne Ernährungsweise enthält üblicherweise viel Weißmehl, Fleisch- und Milchprodukte sowie Zucker. Das trägt dazu bei, dass unser Körper übersäuert. Die überschüssige Säure wird dann in Form von Schlacken im Bindegewebe eingelagert, was u.a. zu Cellulitis führt und uns schneller altern lässt.

Hier wirken Bitterstoffe ausgleichend, denn sie werden basisch verstoffwechselt. So tragen sie dazu bei, den Säure-Überschuss abzubauen. Bitteres verstärkt also in mehrfacher Hinsicht die Wirkung von Detox-Smoothies. Aber welche Zutaten enthalten die wertvollen Bitterstoffe?

Bittere Zutaten für Detox-Smoothies:

  • Endivien
  • Feldsalat
  • Chicorée
  • Radicchio
  • Grünkohl
  • Zuckerhut
  • Mangold
  • Rucola
  • Wildkräuter, wie z. B. Löwenzahn
  • Grapefruit
  • Blutorange
  • Ingwer
  • Kurkuma

Wer nach dem Motto „viel hilft viel“ seinen Detox-Smoothie jetzt ausschließlich aus Zutaten dieser Liste mixt, wird vermutlich ein ungenießbares Gebräu fabrizieren.

Denn bei den leicht bitteren Smoothie-Zutaten gilt es, das rechte Maß zu finden. Damit der Detox-Smoothie gut und ausbalanciert schmeckt, sollte maximal die Hälfte seiner Zutaten Bitterstoffe enthalten. So wie beim Rezept „Deep Detox“ am Ende dieses Blogposts.

Aber auch jenseits der Detox-Smoothies sollten wir unseren Geschmackssinn wieder an bitter gewöhnen. Das gelingt, indem wir peu à peu wieder mehr bitteres Obst und Gemüse in unseren Speiseplan einbauen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem nussig-fruchtigen Wintersalat auf der Basis von Chicorée oder Radicchio?

How to detox: lieber sanft und oft

Wer eine Wohnung nur einmal im Jahr putzt, lebt die meiste Zeit im Dreck. Genauso verhält es sich mit dem inneren Reinemachen unseres Körpers. Regelmäßig ein bisschen bringt viel mehr als ein einziger Großputz pro Jahr.

Ja, Detoxen mit Detox-Smoothies ist ganz schön sanft. Keine Hungerattacken, keine Entgiftungserscheinungen – du brauchst noch nicht einmal deinen normalen Alltag unterbrechen.

Aber keine Sorge, Detox-Smoothies wirken! Sie

  • hydrieren
  • entsäuern
  • reinigen das Blut durch Chorophyll
  • binden Giftstoffe im Darm und leiten sie schnell nach draußen
  • bringen die körpereigene Müllabfuhr auf Trab
  • nähren und vitalisieren unsere Zellen mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen – und helfen ihnen, sich zu erneuern

Der Reinigungseffekt ist sanft, aber relativ schnell spürbar – vor allem an einer verbesserten Verdauung und einer reineren Haut.

Daily Detox statt Radikalkur 

Wer regelmäßig Detox-Smoothies trinkt, entgiftet vielleicht langsamer, aber das muss kein Nachteil sein. Denn einer Radikalkur, bei der man einige Tage oder Wochen komplett auf Nahrung verzichtet, besteht auch die Gefahr, dass zu viele Giftstoffe zu schnell aus dem Gewebe gelöst werden – und gar nicht so rasch ausgeschieden werden können.

Die Folge sind oft Entgiftungsreaktionen wie z. B. Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Kreislauf- und Konzentrationsschwäche, Frieren und heftige Gefühlsschwankungen.

Außerdem fehlen beim Wasser- oder Saftfasten die wichtigen Ballaststoffe, die in unserem Darm die freigesetzten Giftstoffe auf wie ein Schwamm aufsaugen und schnell nach draußen befördern. Detox-Smoothies aus frischen Zutaten enthalten dagegen reichlich Ballaststoffe.

Detoxen mit Detox-Smoothies ist also viel schonender als eine Radikalkur, da Körper und Seele dadurch nicht aus dem Gleichgewicht geraten.

„Nebenbei“ detoxen – mit Detox-Smoothies

Smoothie-Detox eignet sich ideal für alle Menschen, die ihren Körper im ganz normalen Berufs- und Familienalltag reinigen und entgiften wollen. Denn nicht jeder kann oder will sich eine Woche oder länger komplett von Job und Familie zurückziehen und (unter fachkundiger Anleitung) fasten. Einmal am Tag einen Detox-Smoothie zu trinken, fällt dagegen viel leichter.

Am besten ersetzt du das Frühstück durch einen großen Grünen Smoothie, der mit  mit Detox-Zutaten angereichert ist. Denn morgens ist der Magen noch leer und der Detox-Smoothie kann so am besten wirken. Danach am besten ein bis zwei Stunden nichts essen und am Vormittag noch einen (Detox-)Kräutertee trinken. Fertig ist das Daily Detox-Programm! Ab Mittag kann dann wieder normal gegessen werden, wobei es ratsam ist, an Detox-Tagen sparsam mit Fleisch, Zucker und Alkohol umzugehen – oder am besten ganz darauf zu verzichten.

Vielleicht schleicht sich dadurch das Grüne-Smoothie-Trinken als gesunde Gewohnheit in deinen Alltag ein? Und wird die Basis eines neuen gesunden Lebensstils? Damit wäre viel mehr gewonnen als mit jeder Diät!

Grüne Smoothies sind ein wunderbares Daily Detox, deren entgiftende Wirkung durch die Zugabe bestimmter Zutaten steigern lässt. Im Winter bieten sich dafür saisonale bittere Blattgemüse wie Grünkohl, Chiccorée, Radicchio oder Endivien in Kombination mit Zitrusfrüchten an. Im Sommer sind frische Wildkräuter in Kombination mit Pfirsichen, Beeren und Melonen die perfekte Zutat für einen gesunden Detox-Smoothie.

Zusätzlich sorgt Chlorella-Pulver im Smoothie für einen spürbaren Detox-Kick. Die Mikro-Alge enthält nicht nur enorme Mengen Chlorophyll, sondern auch wertvolle Mineralien und sogar Amino- und Fettsäuren. Damit unterstützt sie den menschlichen Körper sehr gut bei Entgiftungs- und Regenerationsprozessen.

Detox-Smoothie-Rezept: Deep Detox 

Alle Zutaten für den Detox-Smoothie Deep Detox

 

Grünkohl (2 Handvoll, ohne Stiele)

Endivien oder Feldsalat (2 Handvoll)

Pink Grapefruit

Apfel

Orange

Banane

½ Zitrone, geschält

Ingwer (ca. 2 cm)

1 TL Chlorellapulver

Wasser (500 ml oder mehr, je nach gewünschter Konsistenz)

Deep Detox schmeckt sehr frisch – und leicht bitter. Das liegt an den vielen Detox-Helfern: Grünkohl, Endivien, Pink Grapefruit, Zitrone und Ingwer besitzen eine bittere Note. Insgesamt wird der Geschmack durch die süße Banane und die süß-säuerliche Note des Apfels und der Orange wieder aufgefangen und abgerundet.

Die wertvolle Mikroalge Chlorella ist das i-Tüpfelchen bei Deep Detox: Sie vertieft nicht nur die grüne Farbe des Smoothies, sondern bindet auch Giftstoffe an sich und leitet sie schnell und schonend aus dem Körper aus.

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